04. Dezember
Jeden Tag stelle ich eine sehr typische Zutat aus der Weihnachtsbäckerei vor, mit Rezepten, Tipps oder Hintergrundwissen, um uns gemeinsam auf die hoffentlich besinnliche Zeit einzustimmen.

Die Muskatnuss ist eines der ersten exotischen Gewürze, die nach Europa exportiert wurden und fester Bestandteil der Gewürzmischung für Lebkuchen. Sie wird auch bei uns mittlerweile in vielen Rezepten eingesetzt – und gilt als Aphrodisiakum und mildes Rauschmittel.
Da ich vermute, dass viele Muskatnuss als Gewürz kennen, habe ich heute mal zwei etwas unbekanntere Aspekte zum Thema herausgesucht: eine kurze Reportage über den Anbau von Muskatnüssen und Hildegard von Bingens Nervenkekse.
“Pulverisiere die Muskatnuss und in gleichem Gewicht Zimt und etwas Nelken. Und mit diesem Pulver und Semmelmehl und etwas Wasser bereite er Törtchen, und er esse diese oft, und es dämpft die Bitterkeit deines Herzens, deines Geistes und öffnet deine stumpfen Sinne, und es macht deinen Geist fröhlich und mindert alle schädlichen Säfte“.
Dieses Rezept klingt doch wirklich überzeugend, vor allem in seiner Wirkung, oder? Ob diese Kekse nach Empfehlung von Hildegard von Bingen tatsächlich so wirken, weiß ich leider nicht aus eigener Erfahrung – aber dass Gebäck mit Muskatnuss, Zimt und Nelken allgemein die Stimmung hebt, dürfte die allgemeine Beliebtheit von Lebkuchen und anderen Plätzchen gut belegen.
Wenn du nun auch noch gern wüsstest, wo und wie die Muskatnuss angebaut wird, findest du auf Youtube eine informative kleine Reportage.