16. Dezember

In meiner Kindheit waren es vor allem Marzipankartoffeln, die wir in der Weihnachtszeit geliebt haben und die immer schnell aufgegessen waren. Und dann Marzipan-Stollen, mit einer dicken Marzipanrolle oder fein gerieben im Teig. Ein Traum!
Ursprung
Lübeck und Marzipan – das ist eng verbunden. Bereits 1530 wurde es schriftlich in einer Lübecker Zunftrolle erwähnt. Die Hansestädte betrieben unter anderem regen Handel von Mandeln, und insbesondere in Lübeck wurde die Marzipanherstellung immer weiter verfeinert. Zum Wortursprung gibt es viele Theorien, es ist aber nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Erklärung marci panis (Brot des Markus), da das Marzipan ursprünglich am Markustag gegessen wurde.
Marzipanrohmasse besteht zu 2/3 aus Mandeln und 1/3 aus Zucker. Dafür werden geschälte Mandeln mit Hilfe von Walzen zerkleinert und mit dem Zucker vermischt. Danach muss es nich erhitzt werden, um eine gute Bindung zu erhalten. So ist sie, luftdicht verpackt, sehr lange lagerfähig. Ich würde ja gern Marzipan mal selber herstellen, aber Walzen, die so fein mahlen können, findet man eher nicht für den Hausgebrauch.
Um die Masse zu verarbeiten, zB. für Figuren, wird sie angewirkt im Verhältnis 50:50 mit Puderzucker.