Honig – Kulinarischer Adventskalender

09. Dezember

Honig war lange das einzig vorhandene Süßungsmittel. Und nur wenige noch heute gebackene Rezepte sind so traditionell wie Honiglebkuchen, die neben Honig und Mehl nur noch Gewürze sowie Hirschhornsalz und Pottasche enthalten.

Wer Honiglebkuchen backen will, fängt damit am besten schon im Sommer an. Denn dann ist die beste Zeit einen Lagerteig aus erhitztem Honig und Mehl zu erstellen und bis 4 Monate zu lagern. Der Teig kann in der Zeit nicht verderben, da das Mehl-Zucker-Verhältnis 1:1 ist. Mir ist es allerdings schon passiert, dass der Teig vertrocknet ist, da das Gefäß nicht gut verschlossen war. Vorteile dieses Lagerteigs sind, dass sich das Wasser im Honig besser an das Mehl bindet und der Teig nicht so klebt und er auch triebstärker, also fluffiger, wird. Mehr zum Thema Lebkuchen inkl. Rezept bekommt ihr dann noch in den nächsten Tagen.

Hätte ich im Mittelalter gelebt, wäre Lebküchner sicher ein Beruf für mich gewesen. Denn die in Nürnberg eingetragene Zunft stellte nicht nur Lebkuchen her, sondern hielt auch eigene Bienenvölker und verkaufte neben Lebkuchen auch Kerzen aus Bienenwachs. Circular Economy im Mittelalter 🙂

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