Zimt – Kulinarischer Adventskalender

11. Dezember

Jeden Tag stelle ich eine sehr typische Zutat aus der Weihnachtsbäckerei vor, mit Rezepten, Tipps oder Hintergrundwissen, um uns gemeinsam auf die hoffentlich besinnliche Zeit einzustimmen.

Ob in Glühwein, Lebkuchengewürz, Zimtsterne, gebrannten Mandeln und vielem mehr – ohne Zimt keine Weihnachtsstimmung, oder? Und doch ist es allein der Geruch, nicht der Geschmack, der uns hier in die richtige Stimmung bringt.

Ein kleiner Ausflug in die Sensorik: mach doch mal den Versuch, mit zugehaltener Nase etwas Zimthaltiges zu essen oder zu trinken oder nimm eine kleine Menge gemahlenen Zimt pur in den Mund. Du wirst feststellen, dass du den Zimt nicht mehr wahrnehmen kannst. Viele Aromen nehmen wir vor allem über den Geruch auf, aber beim Zimt ist es besonders ausgeprägt. Ich finde das schon faszinierend bei einem Gewürz, das so präsent und intensiv schmeckt.

Zimt ist eines der ältesten Gewürze. Es gibt Quellen, die die Nutzung von Zimt schon 2000 Jahre v. Chr. in China und Indien belegen. Die gerollten Stangen, wie auch in vielen Sprachen Namensgeber sind (lateinisch cannella = Röhrchen) sind getrocknete Rinden v.a. des Ceylon- und des Cassia-Zimtbaums. Ceylon-Zimt (ursprünglich aus Sri Lanka) gilt als feiner im Geschmack und ist daher teurer; Cassia-Zimt (aus China) ist süßlicher und etwas dumpfer im Geschmack. Bei Zimtstangen ist der Unterschied deutlich zu sehen – im Bild oben seht ihr Cassia-Zimt, was daran zu erkennen ist, dass er nur eine Rindenschicht hat, die gerollt wird.

Jetzt würde mich mal interessieren, in was du Zimt am liebsten magst:





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